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Brief vom 08.06.2009
Den TIB und alle Info's erhalten Sie hier:
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Guten Tag 100209!
Muß man sich verbiegen, um erfolgreich zu sein?
Warum tun wir manchmal Dinge, die wir nie mehr tun wollten?
Was ist die Grundlage guter Entscheidungen?
Um diese Fragen geht es im heutigen TIB.
Außerdem finden Sie ein neues Angebot für Selbständige und Firmeninhaber, die ihr Geschäft weiter voranbringen wollen. Und dazu wie gewohnt Veranstaltungstipps, Verweise auf Videos und Podcasts (Internetradio).--------
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"Manchmal scheine ich Alles vergessen zu haben,
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...was ich mir bisher erarbeitet habe. Da fange ich sinnlose Kämpfe an, werde neidisch und ungerecht." - sagte neulich eine Klientin zu mir.
Kennen Sie das auch?
Ich schon. Neulich ging ich mit einem Bauexperten durch unser neues zu Hause. Der Mann mäkelte an Allem herum, schimpfte auf den Pfusch der Bauarbeiter und riet mir, soviel wie möglich Kapital aus jedem kleinen Fehler der Bauleute zu schlagen. Eine ganze Stunde lang. Am Ende hatte ich den Eindruck in einer bald zusammenstürzenden Bruchbude zu stehen. Miese Stimmung rundum. Ich fing schon an, zu überlegen, ob ich nicht vielleicht zu naiv und zu gutgläubig sei und ob es nicht doch richtiger sei, "um sein Recht zu kämpfen".
Wie kam es dazu?
Ich hatte den Mann als Experten bestellt, weil ich wußte, er versteht vom Bau mehr als ich. Als er dann seine Äußerungen zur Bausubstanz wie selbstverständlich (implizit) verflocht mit seinen "Empfehlungen", wie man mit anderen Menschen umgeht, trennte ich das nicht bewußt voneinander. Vor meinem Inneren stand dann die Meinung des Experten gegenüber meinem eigenen Handeln. Und das paßte nicht zusammen.
Die Auflösung?
Ich merkte: Irgendetwas stimmt hier nicht. Ich hatte ihn zu meiner Unterstützung geholt und fühlte mich hinterher schlechter als vorher. Dann besann ich mich darauf, wofür ich den Mann genau geholt hatte: als Experten für bauliche Dinge. In dieser Hinsicht nahm ich seine Aussagen an und strich das Gemeckere heraus.
Bei der Klientin, zu Beginn, war es ähnlich:
Ein Mensch, der zu einem speziellen Gebiet als Experte befragt wurde, wurde auf einmal akzeptiert als Experte für Dinge, nach denen Sie ihn eigentlich niemals gefragt hätte. Dadurch entstand der innere Zwiespalt.
Natürlich. Diese Ausweitung des Bereiches, in dem wir dem Anderen mehr Kompetenz zu schreiben als uns selbst, passiert nicht einfach so. Normalerweise gelingt es uns, klarzuhalten, wieweit wir auf einen Rat hören wollen und ab wo nicht mehr. Geht es jedoch um ein für uns mit vielen Emotionen besetztes Thema (bei mir: Heim für die Familie, viel Geld; bei der Klientin: finanzielle Engpässe, Anerkennung und Wertschätzung ihrer Arbeit), fällt das schwerer.
Das Thema rückt uns näher. Wir stehen unter Streß. Und im Streß greifen wir auf altbekannte und gut eingeübte Verhaltensweisen zurück. Da stimmt der Satz haargenau: "Manchmal scheine ich Alles vergessen zu haben, was ich mir bisher erarbeitet habe."
Und: Bei den meisten in unserem Kulturkreis dürften diese altbekannten und gut eingeübten Verhaltensweisen eher mit Konkurrenz, Mangeldenken und Kampf zusammenhängen, als mit Wertschätzung und friedlichem Miteinander.
Was kann man tun?
Vorsorglich kann man dafür sorgen, dass man sein Streßlevel reduziert, immer wieder. Dafür gibt es hier im TIB regelmäßig Tipps.
Ist der Fall eingetreten und man bemerkt es, heißt es: Wie komme ich da wieder heraus? Oder: Wie komme ich wieder gut zu mir?
Oft reicht es dann, sich in Ruhe zu ordnen und zu besinnen, worum es ging, bevor man in die schwierige Stimmung kam.
Manchmal ist es hilfreich, einen Außenstehenden hinzuzuziehen.
Die Klientin sagte nach unserem (kurzen) Coaching-Gespräch: "Eigentlich weiß ich das Alles schon längst. Aber ich habe es nicht mehr gesehen."
Was man bleiben lassen kann, ist: Sich selbst böse sein oder schelten, weil das alte Muster wieder auftrat. Seien Sie freundlich mit sich: Wenden Sie sich dem Neuen zu, dann verliert das Alte für die Zukunft an Kraft.
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"...authentisch erfolgreich!"
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...steht jetzt als Motto auch über meinem Internettagebuch (www.t-h-l.de).
Damit ist die Suche nach einem neuen Titel für meine Arbeit erst einmal abgeschlossen. Eine Weile hat das schon gedauert. Da geht es mir genauso, wie manchem Coaching-Klienten. So eine Formulierung will natürlich gut geprüft sein und soll auch passen.
Beim Durchsehen früherer Motti fiel mir auf, dass sie im Laufe der Zeit immer kürzer geworden sind:
1992 schrieb ich: "Sinn meines Lebens ist es, meine Einzigartigkeit zu entfalten und andere bei der Entfaltung ihrer Einzigartigkeit zu fördern".
2005 stand dann über meinem Blog im Internet: "Tu was Du willst - mehr und mehr!"
Und jetzt: "...authentisch erfolgreich!"
Gleichgeblieben ist immer der Kern meiner Arbeit: Das Eigene finden und in die Welt geben - für mich genauso, wie für die Menschen, die zu mir kommen. Dahinter steht die Annahme, dass es für jeden von uns einen Platz gibt, an dem wir uns wohlfühlen, natürlich wachsen und gedeihen. Und die Anerkenntnis dessen, dass wir uns manchmal schwer tun, an diesem Platz zu sein oder zu ihm zu gehen.
Hilfreich für die Formulierung des neuen Mottos war mir übrigens die Workshops in der Entscheider-BIBEL von Kai-Jürgen Lietz.
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Richtig entscheiden
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Im letzten TIB kündigte ich meine Rezension der Entscheider-BIBEL von Kai-Jürgen Lietz an.
Jetzt habe ich sie weiter gelesen und kann das Buch empfehlen. Auch wenn Buchwissen nicht die im perönlichen Kontakt bei einem Workshop oder Coaching möglichen Erfahrungen und Lernschritte ersetzen kann. Die Entscheider-BIBEL ist so gut geschrieben, dass jeder, der sich von ihr inspirieren läßt, sein Entscheidungsverhalten wesentlich verbessern wird.
Hier geht's zur Online-Rezension:
http://www.t-h-l.de/die-entscheider-bibel.html
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Billig macht willig?
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Grundlos reduzierte Preise schaden allen. Dem Verkäufer genauso, wie dem Käufer - zumindest wenn es um langfristige Kundenbeziehungen geht.
Da im Namen der "Krise" das Preise-Drücken zuzunehmen scheint, hier ein Beitrag in meinem Blog dazu, mit Video und Experteninterview:
http://www.t-h-l.de/preisverhandlungen.html
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Erfolgsteam für Selbständige und Firmeninhaber
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Chef oder Chefin zu sein, ist manchmal ein einsamer Job. Oft fehlt der Austausch auf gleicher Ebene oder er kommt zu kurz. Das Ergebnis: Die Motivation sinkt, Begeisterung fehlt, die Ideen werden rar.
Die Lösung: Raus aus der Betriebsblindheit, rein in den querdenkerischen Austausch mit Gleichgesinnten, für ein
Unternehmen, das zum Inhaber paßt, wo das Arbeiten Spaß macht und die materielle Grundlage stimmt.
Um die Jahreswende plane ich den Start eines Erfolgsteams.
Mehr dazu hier:
http://www.inhaber-coaching.de/seminare/erfolgsteam
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Sprechen will gelernt sein
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Neulich im Internet stieß ich auf den Podcast von Michael Ehlers.
Ein Podcast ist eine Folge von Audio-Dateien (in der Regel MP3), die im Internet veröffentlicht werden. Die Dateien kann man sich einfach per Klick auf den Computer herunterladen und anhören.
Michael Ehlers ist Rhetoriktrainer und hat in seinem Podcast viele nützliche Tipps für alle veröffentlicht, die vor größeren Gruppen sprechen wollen oder müssen.
Hier geht's hin:
http://www.michael-ehlers.de/index.php?id=99
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Einen schönen Sommer wünscht Ihnen
bis zum nächsten TIB!
Ihr
Thomas H. Lemke